Arbeitsgruppe: "Kulturlandschaft"

Die im Laufe der Jahrhunderte gewachsene bäuerliche Kulturlandschaft bot für eine vielfältige heimische Fauna und Flora gute Lebensbedingungen. In den letzten Jahrzehnten sind allerdings Entwicklungen zu beobachten, die zum Verlust von wertvollen Lebensräumen in der Kulturlandschaft geführt haben. So wurden immer mehr Feuchtgebiete trockengelegt, Gräben nicht mehr ausgehoben, Hecken, Randstreifen und Feldraine beseitigt. Auch der Pestizideinsatz und zunehmende Bebauung wirken sich hier negativ aus. Die Arbeitsgruppe Kulturlandschaft hat sich zum Ziel gesetzt, diesem Verlust von Lebensräumen vor allem durch Anlegen und Pflege neuer Biotope entgegen zu wirken. Dazu bietet sich in erster Linie das Gebiet südlich der B33 an, in dessen Mittelpunkt der Ziegelwaldsee liegt. Die Bestandserhebung im Jahre 2001 hat hier ein Amphibienvorkommen von überregionaler Bedeutung festgestellt. Beispiele aus dem bisher Erreichten : - Durch Pflanzung einer Feldhecke im Gemarkungsteil „Auf der Hub“, das Anlegen einer Flachwasserzone sowie dem Aufstauen von zwei Bachausläufen am Bermersbacher Weg wurden Voraussetzungen geschaffen , um in diesem Bereich ein Projekt zur Wiedereinbürgerung des Weißstorches starten zu können.
- Durch Anlegen eines fischfreien Teiches in unmittelbarer Nähe zum Ziegelwaldsee sowie einiger Flutmulden und Ausbuchtungen konnten die Laichbedingungen für Amphibien verbessert und neue Sommerlebensräume gewonnen werden.
Eine langfristige Sicherung und bessere Vernetzung der neu geschaffenen Lebensräume wären am wirkungsvollsten im Rahmen eines auszuweisenden Naturschutzgebietes möglich. Eine nachhaltig gestaltete und gepflegte Kulturlandschaft bietet nicht nur intakte Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sie ist auch Natur-Erlebnisraum für den Menschen und erzeugt gesunde Lebensmittel. Ansprechpartner: Johann Weilersbacher, Tel. 7825 Projekte der Arbeitsgruppe:
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