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Samstag 18. Juni 2011, 20.00 Uhr
Freiluft, am Nollen bei der Stadthalle

 

Die Badische Landesbühne
Wilhelm Tell

"Gengenbach schillert"

Der Schiller war‘s: Er hat in seinem poetischen Hirn dem kleinen Tell einen Apfel auf das Haupt gesetzt – und mit seiner Armbrust hat Papa Tell mit einem platzierten Schuss denselben vom Haupt des Sohnes herabgeschossen. Doch das ist nicht der Plot bei Wilhelm Tell, den kennen die Schauspieler der Badischen Landesbühne gut: Schließlich werden sie Schillers Werk drei Tage nach ihrer Premiere in Bruchsal hier in Gengenbach aufführen. Es spielt die Badische Landesbühne Bruchsal. Mal wieder. Auf dem Parkplatz vor der Stadthalle am Nollen. Diesmal kommt es klassisch und vitaminreich zugleich mit einem Apfel nach Gengenbach. Ein Apfel – zuerst auf dem Kopf des Sohnes und dann armbrustdurchlöchert. Und der rebellische Eidgenosse Wilhelm Tell als sicherer Schütze. Von Lothar Maninger inszeniert, spielt Philipp Dürschmied die Hauptrolle. Für die Ausstattung hat Dietmar Tessmann gesorgt, und Hennes Holz ist für die Musik zuständig.

TELL ME....
...worum es geht:
Das friedliche Idyll am Vierwaldstätter See wird durch ein Unwetter und den herannahenden flüchtigen Konrad Baumgarten, der des Kaisers Burgvogt erschlug, um seine Frau vor diesem zu retten, jäh unterbrochen. Baumgarten wäre verloren, käme da nicht Wilhelm Tell des Weges und setzte ihn – trotz des Gewitters – über den See.
Doch kaum haben sich Tell und Baumgarten entfernt, sprengen des Landvogts Reiter heran und nehmen Rache an den Zurückgebliebenen. Mit dieser Szenerie setzt das spannende Geschehen um die Befreiung der unter den habsburgischen Vögten leidenden Bewohner verschiedener Schweizer Kantone ein.
Ermutigt von seiner Frau schart Landmann Stauffacher eine Widerstandsgruppe mit Freunden aus Uri und Unterwalden um sich. Gemeinsam wollen sie das Joch der Knechtschaft ablegen und um die Freiheit der Kantone kämpfen.
Beim nächtlichen Treffen auf dem Rütli schwören sie sich: „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr.“ Die Knechtschaft erfordert von den Bewohnern der Kantone Schwyz und Uri, dass sie den Hut des Reichsvogts Geßler grüßen.
Tell verweigert dem Hut die Reverenz, wird festgenommen und von Geßler aufgefordert, dem eigenen Sohn einen Apfel vom Kopf zu schießen.
Der Schuss gelingt, aber Tell bekennt, dass andernfalls sein zweiter Pfeil dem Vogt persönlich gegolten hätte. Er wird gefangen genommen. Währenddessen ist den Eidgenossen eine Zukunft in Freiheit vorausgesagt worden. Bis es dazu kommt und Tell von den Eidgenossen als Held gefeiert werden kann, muss dieser sich noch selbst befreien und Geßler – nachdem er ihm in der „hohlen Gasse“ bei Küssnacht aufgelauert hatte – mit einem tödlichen Pfeil treffen.
Gengenbach schillert also gleich zur Premiere des Kultursommers 2011: nicht umsonst, aber draußen – so das Wetter mitspielt – auf dem Parkplatz vor der Stadthalle. Ansonsten drinnen.

Eintritt: 19€/ 17€ (Abo-Erm.: 2€)

Tickethotline 07803/930144
Online-Tickets
(beinhalten Systemgebühren)