Fronleichnam in Gengenbach

31. Mai 2018 - Das Fronleichnamsfest, kurz: Fronleichnam (von althochdeutsch: fron Herr, liknam Leib; kirchenlat.: corpus christi), offiziell „Hochfest des Leibes und Blutes Christi" genannt, bezeichnet das Fest im katholischen Kirchenjahr, das am Donnerstag nach dem Dreifaltig-keitsfest gefeiert wird.

Bürgergarde an Fronleichnam

Papst Johannes XXII. hat 1317 diesen Feiertag im Hinblick auf die Einsetzung der Eucharistie durch Jesus bei der Abendmahlsfeier am Gründonnerstag auf einen Donnerstag gelegt. Dieses Fest wurde 1246 erstmals im Bistum Lüttich gefeiert und 1264 von Papst Urban IV., der zuvor Erzdiakon von Lüttich war, als allgemeines Kirchenfest zur Verehrung der Eucha-ristie eingeführt. Die Anregung hierzu erfolgte durch die später heilig gesprochene Augusti-nernonne Juliana von Lüttich. Diese sah der Legende nach in einer Vision die Kirche in Gestalt einer weißen Mondscheibe, in der ein kleines Stück fehlte. Dieses deutete sie in einer mystischen Eingabe als das Fehlen eines speziellen eucharistischen Festes.

Fronleichnam erhält durch die Prozession, bei der die Gläubigen hinter der Monstranz mit dem „Allerheiligsten" herschreiten, ein besonderes Gepräge. In dieser Art wurde das Fest erstmals 1279 in Köln gefeiert. Da es immer in den Frühsommer fällt, ist der Rahmen für ein farbenfrohes Fest geschaffen: Blumenteppiche werden ausgelegt, Häuser und Straßen ge-schmückt, die Kommunionkinder tragen nochmals Anzug und Kleid und auch viele Erwach-sene zeigen sich in Festtagstracht.

Das Fronleichnamsfest der Pfarrgemeinde Gengenbach beginnt mit der "Heiligen Messe" auf einem festlich geschmückten Altar im Klosterhof. Kunstvoll gestaltete Blumenteppiche geben dem Gottesdienst im Freien einen außergewöhlich feierlichen Charakter. Nach dem Gottesdienst setzt sich die Prozession Richtung Marktplatz fort. Die Musikkapellen Gengenbach, sowie die Bürgergarde begleiten und umrahmen das traditionelle Geschehen.

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